Autor: Christiane

Kindheitserinnerungen (5)

Was ein Kinderwagen alles aushält Im Dorf gab es den Kolonialwarenladen von Herrn Schneider, meine Mutter bevorzugte aber ein Geschäft an der Peripherie von Ravensburg. Das Einkaufen war meist meine Aufgabe. Versehen mit ausreichend Geld und einer langen Liste, machte ich mich mit dem Kinderwagen auf den Weg. Vielleicht erinnern Sie sich ja auch noch an so ein Modell? Im Wagen lag mein kleiner Bruder, obenauf saß meine kleine Schwester. Die Einkäufe transportierte ich dann in einem Korb, der über den Achsen befestigt war und einem Netz, das am Lenker hing; da kam ganz schön Gewicht zusammen. Für den...

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Kleine Urlaubslektüre gefällig?

Wenn einer andere Wege geht … Albrecht und Felicitas Wiese sind seit zwanzig Jahren verheiratet. Von jetzt auf gleich bricht Albrecht aus — er erträgt das tägliche Einerlei nicht mehr und will noch etwas erleben, zusammen mit seiner jungen Freundin Jeanette. Er reicht auch sofort die Scheidung von Felicitas ein. Die ist untröstlich und versinkt in ihrem Schmerz, hat nicht die Kraft zu kämpfen. Dann findet auch sie einen jungen Partner und blickt wieder mit Zuversicht in die Welt. Der Zufall will es, dass beide neuen Paare für ihren Urlaub dieselbe Kreuzfahrt buchen. Auf diesem Schiff können sie sich,...

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Kindheitserinnerungen (4)

In der Schule Endlich war es soweit — der erste Schultag! Die Schultüte war gefüllt mit vielen Süßigkeiten, die es sonst nur zum Geburtstag gab. Mein Schulranzen war aus strapazierfähigem, braunen Leder mit zwei dicken Metallschnallen. Darin klapperten eine Schiefertafel mit Schwamm, eine Griffelschachtel, ein Lesebuch und ein Rechenbuch. Zum ersten Mal hörte ich den Begriff ‚Ernst des Lebens‘. Der begann damit, dass man stillsitzen und der Lehrerin zuhören musste. Man durfte nicht einfach etwas sagen, sondern musste mit dem Finger aufzeigen und warten, bis man aufgerufen wurde. Sehr schwierig, wo ich doch immer alles sofort wissen wollte! Außerdem...

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Kindheitserinnerungen (3)

Kinderspiele Bevor die Schulzeit für uns begann, stromerten wir Kinder den ganzen Tag durchs Dorf, ohne dass sich die Eltern Gedanken gemacht hätten, wo ihre Kinder wohl waren. Wer nicht pünktlich nach Hause kam, erhielt gelegentlich ein paar hinten drauf oder durfte am nächsten Tag nicht ‚auf die Gass‘. Wir bauten aus Zweigen und Ästen Wehre im Wiesenbächle und versuchten, kleine Fische mit der Hand zu fangen, was nur selten glückte. Häufiger geschah es, dass eines von uns Kindern ausrutschte und im Wasser landete. Die Folge war dann manchmal ein böser Schnupfen. Gelegentlich vergaßen wir, das Wehr wieder abzubauen...

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Kindheitserinnerungen (2)

Oberschwäbisch Der oberschwäbische Dialekt hatte es in sich, vor allem, wenn man noch nie mit Mundart irgendwelcher Prägung in Kontakt gekommen war. Bei uns zu Hause wurde hochdeutsch gesprochen. Ich hatte es ja hauptsächlich mit den Kindern zu tun und kam bald ganz gut zurecht. Wenn ich mal wieder gar nichts verstanden hatte, halfen sie mir immer gern auf die Sprünge. Spielen im Hof unseres Hauses oder bei den Nachbarskindern hieß, wir waren ‚auf der Gass‘. Die Kinder mussten nach Hause gehen, wenn es dämmerte; man sagte aber ‚wenn die Kerzen angezündet werden’, obwohl es ja längst überall elektrisches...

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